DIE HUNDEERZIEHUNG - DER RICHTIGE UMGANG ZÄHLT!

Die Hundeerziehung hat so gar nichts mit Gewalt zu tun. Wir müssen unseren Hund nicht anschreien damit er uns besser versteht und einhundertmal an der Leine rucken bringt letztendlich auch keine Besserung. Es ist eher so, das wir die Halswirbelsäule, die Lymphknoten und den Kehlkopf unseres Hundes schädigen als das wir an

seinem Verhalten etwas ändern. Gewalt und Gebrüll macht uns in den Augen unseres Hundes zu einem rangniedrigen Rudelmitglied. Das Vertrauen seitens unseres Hundes schwindet. In den Augen unseres Hundes ist ein besonnener und souveräner Umgang mit klarer Sprache und Gestik eine Stärke, die er sich uns gerne anschliesst, denn ERZIEHUNG BASIERT AUF VERTRAUEN! Und mit jeder Aktivität die Hund und Halter gemeinsam unternehmen steigt die Bindung und Sie wachsen zu einem Team zusammen. Glücklicherweise findet das Hundetrainig mit Belohnung immer mehr Verbreitung und das Training mit Zwang hat zusehends ausgedient.

 

Der Australian Shepherd ist ein sehr lebhafter Hund. Er ist kräftig und ausdauernd und zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Beweglichkeit aus. Er ist überaus aufmerksam, intelligent und hat einen ausgeprägten Hüte- und Beschützerinstinkt. Der Australian Shepherd ist sprichwörtlich ein Arbeitstier und damit einher geht ein autoritäres Verhalten, wobei er unter normalen Umständen weder Mensch noch Tier gegenüber Aggression zeigt. Er ist überaus lernfreudig und verspielt, sodass man ihn mit konsequenter und einfühlsamer Hand sehr gut erziehen kann. Sobald es etwas zu tun gibt, ist der Aussie bereit und das mit Leidenschaft und Enthusiasmus.

 

Kommen wir noch einmal auf das Vertrauen in der Erziehung zurück. Es ist so, das noch immer viele Menschen denken, das wenn ich mir einen Hund hole ist die

Beziehung zwischen beiden Parteien sofort da und der Hund hört auf's Wort, doch das Vertrauen zwischen Hund und Halter steigt erst mit der Zeit. Das heißt, je mehr der Halter mit seinem Hund etwas unternimmt umso mehr steigt das Vertrauen und stärkt die Bindung. Unsere Hunde sind nicht anders wie wir Menschen, ohne eine gewisse Bezahlung - in Form von Leckerchen, Spielen, Streicheleinheiten, u.v.m. geht nichts um etwas neues zu erlernen.

Das Hundetraining und damit das Wissen was wir von ihm möchten ist unseren Hunden nicht in die Wiege gelegt worden und dennoch wird vieles als Selbstverständlich angesehen. Unsere Hunde müssen erst einmal lernen was sie dürfen und was nicht und das bestmöglich mit einem positiven Verstärker, so das dass gelernte sich im Kopf des Hundes speichert. Die Definition von Viviane Theby aus ihrem Buch "Verstärker verstehen - über den Einsatz von Belohnung im Hundetraining" beschreibt es sehr gut:

 

EIN POSITIVER VERSTÄRKER VERSTÄRKT DAS VERHALTEN, SONST IST ES EBEN KEIN POSITIVER VERSTÄRKER.

 

Egal ob Sie Ihren Hund dabei mit Leckerchen belohnen, einem Spielzeug oder Streicheleinheiten. Der Fanatsie sind dabei keine Grenzen gesetzt und mit der Zeit finden Sie heraus was ihr Hund mag und sogar liebt um positives zu verknüpfen.

 

Einen weiteren Ansatz aus dem Buch von Viviane Theby (S. 50) möchte ich zitieren: Was passiert, wenn nicht belohnt wird?

Es ist für den Menschen selbstverständlich das der Hund irgendwann ohne Belohnung für sie eine Übung ausführt. Viviane Theby antwortet auf die oben genannte Frage meist mit folgendem Vergleich wenn Ihr Chef zu Ihnen kommt und folgendes sagt: "Hören Sie mal, Sie machen Ihre Arbeit super. Sie beherrschen Sie perfekt, es macht Spaß mit Ihnen zu arbeiten! Ab morgen gibt es keinen Lohn mehr." Das würde kein Mensch mitmachen. Und tatsächlich ist es ein Gesetz in der Lerntheorie, also in der Wissen-schaft des Lernens, dass ein Verhalten, das nicht mehr belohnt wird, gelöscht wird. Belohnt man ein Verhalten immer wieder wird es immer stärker und wahrscheinlicher. Hört man dann auf es zu belohnen, wird es wieder unwahrscheinlicher, bis es schließlich ganz aufgegeben wird.

 

Sie sehen, auch unsere Hunde brauchen die richtige Motivation und den richtigen Umgang um erlerntes positiv beizubehalten. Ist das nicht der Fall, kann es unter anderem auch die Bindung zwischen Ihnen und ihrem Hund schädigen, denn unsere Hunde vertrauen auf uns und unsere Handlungen.